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Die Südstadt

Städtebaulicher Entwicklungsbereich
"Stuttgarter Straße / Französisches Viertel"


Stadtsanierungsamt Tübingen

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Baustein 5 Bürgerbeteiligung und Integration

Die wesentlichste Form der Beteiligung an der Südstadtentwicklung ist sicher das Bauen in Baugemeinschaften, das bereits ausführlich dargestellt wurde. Aber auch darüber hinaus spielt Partizipation im Entwicklungsbereich eine große Rolle. Während der Erarbeitung des Konzepts fand 1992/93 eine intensive Diskussion in Arbeitsgruppen statt, deren Ergebnisse in den Rahmenplan und in konkrete Projekte eingeflossen sind.

Seit 1998 existiert eine umfassende Beteiligung an der Gestaltung des öffentlichen Raums: die wesentlichen Freiräume wurden von Bewohnern und Gewerbetreibenden konzipiert und - soweit finanziell und technisch möglich - auch so realisiert. Die beiden großen Plätze Lorettoplatz und Französischer Platz sind ebenso auf diese Art und Weise entstanden wie diverse kleinere Plätze, Straßenräume und Freiflächen. Die Erfahrungen bislang: die Akzeptanz der öffentlichen Räume, die von Bürgern geplant wurden, ist ebenso hoch wie die Bereitschaft, sich auch mit eigener Muskelkraft an der Gestaltung und Pflege zu beteiligen.

Inzwischen ist aus diesen Beteiligungsprozessen mit dem Forum Französisches Viertel eine agile Bürgervertretung entstanden, die sich um alle Belange des Quartiers kümmert und der Verwaltung wertvolle Anregungen liefert.

Ein übergeordnetes Ziel der Südstadtentwicklung ist die Stärkung der sozialen Mischung und die Integration aller Bevölkerungsgruppen. Neben "normalen" Familien, die hier eine Alternative zum Einfamilienhaus finden, existiert eine Vielzahl von Wohnformen für Personen, die oft nicht in Neubauprojekte integriert werden: Ältere Mitbürger (Gemeinschaftliches Wohnen im Alter), ausländische Mitbürger, Alleinlebende oder -erziehende, Studenten usw...

In vielen Gebäuden existieren behindertengerechte Wohnungen, eine Werkstatt für Behinderte ist einer der größten Betriebe im Loretto-Areal. Durch die kleinteilige Struktur entstehen nah bei einander Wohnungen für Mieter oder Eigentümer, für unterschiedliche Standards und Bedürfnisse, so dass eine hohe Dichte unterschiedlicher sozialer Gruppen, Ethnien, Einkommensverhältnisse usw. existiert.

Eine der wesentlichen Herausforderungen der nächsten Jahre wird sicher darin bestehen, die neuen Quartiere mit den bereits bestehenden Teilen der Südstadt städtebaulich und sozial zu verbinden. Für diese Integration sind die Geschäfte, Betriebe, sozialen und kulturellen Einrichtungen wichtige Anknüpfungspunkte.

 

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